Um ein Kind aufzuziehen braucht es ein ganzes Dorf

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Um ein Kind aufzuziehen braucht es ein ganzes Dorf

< nigerianisches Sprichwort >

 

Lange ist es her, dieses Bild.

letzten Montag ist meine mittlere Hals über Kopf ausgezogen.

Ich habe immer noch zu verarbeiten, über die Geschehnisse der letzten Woche.

Wir haben schon lange über Auszug gesprochen, dass uns Abstand guttun würde etc…

Meine Tochter hatte immer die Finanzen in den Vordergrund gebracht, warum es nicht geht.
Wir verhandelten 1 Jahr noch müssen wir Kompromisse schließen und unter einem Dach leben.
Seit dem Tod meines Mannes, Vater meiner jüngsten Töchter ist das Verhältnis gerade zu meiner mittleren Tochter schwierig geworden.
Sehr oft wollte sie ihr altes Leben wieder, das ich ihr nicht bieten konnte.
2 1/2 Jahre war ich mit den Mädels allein, bis mein neuer Partner Einzug in unser Leben nahm.
Das fanden meine Töchter nicht so gut, ich war positiv überrascht mich nochmal zu verlieben und habe Ängste meiner Tochter nicht wahrgenommen.

Ich war auch vor dem Tod meines Mannes mit den Kindern alleinerziehend, durch Trennung von meinem Mann.

(Krankheitsbedingt mein Mann war manisch-depressiv)

Meine Töchter berichten immer das für sie, die schönste Zeit war, wo ich mit ihnen Allein gelebt habe.
Es hat mir unendlich viel Kraft gekostet, alleiniges Sorgerecht heißt nicht nur RECHTE zu haben, sondern auch PFLICHTEN.
110 % dich Präsenz, Tag und Nacht, Alleinverantwortlich zu sein für alle gemeinsamen Entscheidungen, rund um die Uhr, alleiniger Ansprechpartner für die Töchter zu sein, zu allen Elternabenden allein gehen, Elterngespräche in Schule führen, Veranstaltungen der Mädchen allein war nehmen, alleinige Entscheidungen zu treffen wie die Schullaufbahn aussieht, jeden Tag zu kochen, Einkaufen, die Wohnung in Ordnung halten, Freizeit Aktivitäten zu organisieren, alles Finanzielle allein zu Regeln u. v. m.

Ich hatte mir zwar immer wieder Hilfe von außen geholt, über meine Familie, Freunde, Bekannte, Gemeinde, Behörden etc… aber das heile Bild von Familien, das suggeriert wird durch Werbung und Fernsehen habe ich leider nicht entsprochen.

Ich war seit dem Tod meines Mannes eine Mama, die zu Hause ist, kocht, und seit 2 Jahren ein Online Business aufbaut.

Ich entspreche nicht dem was meine Tochter so von Ihrem Freund und Freunden kennt.

Wir leben in einer Wohnung nicht in einem Haus und in einem Stadtteil der meiner Tochter nicht gefällt.

Wir hatten bis 2 3/4 Jahre nach dem Tod meines Mannes unser Haus, aber ich konnte es nicht halten und es war kaputt.

Ich musste es Verkaufen!

Das ist die Geschichte davor, dann kam der letzte Montag.

Meine Nichten waren zu Besuch, die haben gerade Ferien.

Es geht nicht um den Akt des Ausziehens mit 19 Jahren, war ich das erste Mal Schwanger und ausgezogen. Nein es geht darum, das ich als Mama meiner 19-jährigen Tochter jetzt den Schwarzen Peter zu gezogen bekomme.

Ich bin schuld an allem!

Das tut weh.

Natürlich ist nicht alles glatt und perfekt gelaufen.

Natürlich habe ich mal die Nerven verloren, war überfordert, krank oder ungeduldig.

Mich macht es traurig, dass sie nicht mit mir redet und dann handelt, sondern erst handelt und dann redet.

Dabei komme ich ziemlich schlecht weg.

Menschen, die mit mir Kontakt hatten, haben es nicht mehr, oder andere meiden mich ganz, da ich jetzt die böse Mutter bin.

Ich habe lange überlegt, ob ich das öffentlich stelle, ja gerade darum, weil so viele Ihr perfektes Familien Leben vorspielen, wie toll sie alles im Griff haben, genau deswegen mache ich es öffentlich. Das sich mehr Mamas trauen ehrlich zu sein und zu sagen, ja bei uns klappt es auch nicht.

Es geht auch nicht darum das meine Tochter schlecht und böse ist, sie hat viel erlebt und auch mitgemacht.

Was sie braucht, in meinen Augen sind Menschen um sie herum, die Ihr Erklären das in der Welt Dinge passieren, auf die wir keinen Einfluss haben, das wir alle Menschen mit Fehlern sind und auch Entscheidungen treffen die auf Nichtwissen, Hilflosigkeit, Überforderung, Naivität getroffen werden.

Mein Hausarzt meinte vor einem 1/2 Jahr sie haben alles gegeben für Ihre Kinder ,jetzt sind sie dran.

Ich werde meiner Trauer Raum geben, werde mich neu sortieren und wieder aufstehen, so wie ich es immer getan habe.

Ich werde für meine Erwachsenen Kinder und meiner mittleren Tochter beten, dass sie beschützt sind, den richtigen Weg für sich gehen, sich selbst Vertrauen, sich nicht für andere Verbiegen und in sich hinein spüren was ist der nächste Schritt!

Ich wünsche Ihnen Liebe, Freude, Frieden und Glück auf Ihren Weg und meiner mittleren einen guten Anfang auf Ihren Lebensabschnitt, das sie selbst Entscheidungen trifft und sich von niemandem unter Druck setzen lässt.

Das wünsche ich ihnen von Herzen

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