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„Ich war eine Masseuse“

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Ich war eine Masseuse

Heute möchte ich über ein Tabu-Thema schreiben, dass sich durch alle Schichten der Gesellschaft hindurchzieht.

Da ich auf dem Sexualitäts- Kongress von Manuela Komorek als Expertin gesprochen habe, möchte ich meine Geschichte noch ausführlicher darstellen. Es geht um „table dance“ und erotische Massagen. Viele Frauen verkaufen ihren Körper, damit sich die finanzielle Lage für die Familie oder für sie selbst verbessert.

Sie werden gezwungen oder gehen freiwillig dieser Tätigkeit nach, weil sie damit schnell und viel verdienen. Manche Ehemänner und Partner wissen gar nicht, dass ihre Frauen solch einem Gewerbe nachgehen.

Bei mir war es ein wenig anders. Mich hatte eine Modelagentur eingeladen, um Fotos für Messen und Kataloge zu machen, weil sie meine Figur sehr schön fanden. Jedoch brachte das Modeln in den Augen meines damaligen Partners nicht genug Geld ein und er wollte, dass ich „table dance“ und erotische Massage mache, was besser bezahlt wurde.

Er war psychisch krank, hatte Geldpanik und ich war von ihm co-abhängig. Also habe ich „table dance“, an der Stange in einer Erotik-bar gemacht. Täglich spürte ich die Blicke der Besucher auf meinem Körper.

Ich wollte nur weg, aber konnte es nicht, weil mein damaliger Partner unbedingt das Geld brauchte zu seiner Beruhigung. Da ich sehr sensibel und eine gute Zuhörerin war, wollten viele Männer auch mehr.  Für mich kam Sex nicht infrage, deshalb wählte ich die scheinbar sanftere Art.

Ich bin ausgebildet in klassischer Reflexzonen- und Wellnessmassage, als auch in Aromatherapie. Mein Glaube war, dass es nicht so schlimm sein würde, wie an der Stange zu tanzen.

Sieben Jahre (mit kleinen Unterbrechungen) habe ich in unterschiedlichen Massagestudios gearbeitet. Ich habe es deswegen nur so lange ausgehalten, weil mein erster Kunde sehr nett war, viel geredet und mich nicht angefasst hatte.

Wie läuft eine erotische Massage ab?

Viele Menschen haben ein schräges Bild, von Prostitution und erotischer Massage. Es hat wenig mit Gewalt zu tun. Die meisten Männer sind gefrustet oder müssen als Manager in einer Firma funktionieren.

Männer, die in das Studio kommen, nehmen sich eine Stunde Zeit, um abzuschalten und loszulassen vom Stress. Am Anfang einer Massage wird ein Glas Sekt getrunken, geredet und Vereinbarungen getroffen, was der Kunde möchte. Extras sind verhandelbar und werden besonders berechnet.

Die Massage beginnt, wie eine klassische, wo der Mann auf dem Bauch liegt. Nach etwa zwanzig Minuten bittet man den Kunden sich auf den Rücken zu legen und man massiert die erogenen Zonen und bringt ihn zum Höhepunkt. Damit ist der offizielle Teil der Massage abgeschlossen. Es gibt Kunden die zufrieden und dankbar waren und manche, die mehr wollten. In diesem Fall ist es wichtig klar zu bleiben und Grenzen zu setzen!

Das Problem ist, dass du in dieser einen Stunde mit dem Kunden allein bist, ohne jegliche Kameraüberwachung. Ich hatte immer mein Handy dabei und die Nummer meines damaligen Partners so abgespeichert, dass ich im Notfall sofort anrufen konnte.

Ich hatte in den sieben Jahren unterschiedlichste Kunden, vom normalen Arbeiter, bis zum Akademiker oder Richter. Es trifft auf alle Gesellschaftsschichten zu, da sich die Männer so gern fallenlassen würden, aber es nicht können!

Wir Frauen sind nett, zuvorkommend das Geldliche wird oft ausgeblendet. Es ist eben ein Handel! Es spiegelt am Ende ganz deutlich unsere Gesellschaft wider, wenn Du nett bist, bin ich es auch! Ich habe in den sieben Jahren vieles mitgemacht, wo ich hätte STOPP sagen müssen, aber ich traute mich nicht. Ich habe lange über dieses Thema geschwiegen, weil ich mich schämte und ich Angst hatte verurteilt zu werden!

Mein Anliegen ist es, dass keine Frau ihren Körper gegen Ihren Willen verkauft. Jede Frau hat ein Recht auf Selbstbestimmung. Würden wir in unserer Gesellschaft viele Tabu-Themen brechen, miteinander sprechen und offen damit umgehen, würde so etwas erst gar nicht passieren!

Aber da auch über Sexualität viel geschwiegen wird, passieren Sachen, die meiner Meinung nach völlig unnötig sind!

Wir haben eine Verantwortung unseren Töchtern gegenüber. Begleiten wir unsere Kinder bei dem natürlichen Ablauf der Sexualität, was mein Herzenswunsch ist!

Im Jahre 2013, zwei Jahre nach dem Tod meines Mannes, habe ich eine Therapeutische Beratung aufgesucht und dort unter anderem dieses Thema meines Lebens aufgearbeitet.

Mit der Therapeutin habe ich eine Körperreise gemacht, die viel aufgelöst hat und wobei viele Tränen geflossen sind. Heute kann ich Grenzen setzen und trotzdem mich meinem Partner hingeben und ganz weich sein, was nicht möglich gewesen wäre, wenn ich mir keine Hilfe von außen geholt hätte!

Alles Liebe Manuela

 

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PS: in Kürze könnt ihr auch meine Meditation <Heilung meines Körpers> hier downloaden!

hier geht es zu meiner neuen Facebook Gruppe Soul Sisters nur für Frauen wo wir uns gerne austauschen können!                                                                                                      <  Geschlossene und Intime Facebook Gruppe nur für Frauen Soul Sisters

 

 

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